Von Mühlbach am Hochkönig zur Pronebenalm

Die Ortschaft Mühlbach am Hochkönig kann auf eine 5000-jährige Kupferbergbaugeschichte zurückblicken. Vieles erinnert in und um den ehemaligen Knappenort noch an die Bergbauzeit. Der Erzweg zwischen Mühlbach und dem Arthurhaus führt an viele historische Stätten, und im Johannastollen können Interessierte die Zeit des Kupferbergbaus nachvollziehen. Um diesen Blick in die Vergangenheit zu vervollständigen, darf ein Besuch des Bergbau-Museums im Knappenheim nicht fehlen.

Neuerdings gibt es einen „Erzweg Kupfer“, der von Hüttau über Bischofshofen nach Mühlbach am Hochkönig und weiter bis nach St. Veit führt. Direkt an diesem Weg liegt auch die Pronebenalm der Familie Deutinger.

Der Weg zu dieser idyllisch gelegenen Alm ist mit vielerlei Besonderheiten gepflastert. Das erste Wegstück über den Paussenberg ist eine Wanderung durch eine Freiluft-Kunstgalerie mit besonderen Aus- und Einblicken, wie zum Beispiel dem „Dynamischen Chaos“ von Josef Gamsjäger oder dem „Tor zum Hochkönig“ von dessen Bruder Franz. Überaus sehenswert sind auch die Kunstwerke „Gams“ und „Augenblicke“ von Max Sendlhofer. Die Durchsicht bei den „Augenblicken“ weist auf drei Stollenmundlöcher des ehemaligen Erzbergwerkes hin. So sind ganz leicht die Positionen von Ellmaustollen, Johannastollen und Emilstollen auszumachen.

Am Ende des Güterweges über den Paussenberg liegt die Jausenstation Pauss als eine der beliebtesten Gastwirtschaften von Mühlbach am Hochkönig. Die herrliche Lage, die bodenständige Kost sowie die Freundlichkeit, mit der die Familie Ammerer ihre Gäste umsorgt, zeichnen diesen Platz besonders aus.

Nun beginnt der nächste Schritt in Richtung Pronebenalm mit positiven Vorstellungen am „Weg der guten Gedanken“. Dieser führt durch zauberhafte Margeritenwiesen und romantische Waldpassagen zum Stachlhof und im Weiteren vorbei an einem Marterl, welches mit dem Spruch: „A Platzerl für di“ an eine naturbegeisterte Mühlbacherin erinnert.

Ein „Platzerl“ für jeden Wanderer gibt es nach den vielen guten Gedanken am Weg auf der Alm der Familie Deutinger vom Pronebengut in Mühlbach. Auch mit dem Mountainbike ist die Pronebenalm zu erreichen. Das schöne Almkreuz oberhalb der Hütte, Esel, Zwergziegen und Hasen erfreuen Jung und Alt. Hochkönig und Hochkeil geben der Alm überdies einen traumhaften Rahmen.

Pronebenalm (1290 m)

Die Pronebenalm ist das Reich der Bäuerin Andrea persönlich. Hier geht sie ihrer Liebe zu den Tieren genauso nach wie der Kunst, mit Almkräutern zu kochen. Sie sammelt alles, was der Almboden an Kräutern zu bieten hat, etwa Thymian, Dost, Salbei und Beinwell. In den Töpfen vor der Hütte wachsen Schnittlauch und Petersilie, die frisch geschnitten in die Speisen kommen. Andrea zur Seite steht der Koch Thomas Hechenberger, der es versteht, aus diesen Kräutern fantasievolle Speisen zuzubereiten wie den Almkräuterstrudel auf Blattsalat. Unerreicht als Augen- und Gaumenschmaus sind auch Pronebenalmjause, Königspofesen, dreierlei Knödel und verschiedene Aufstriche, die teilweise mit Kapuzinerkresse garniert werden.

Gehzeit:

von Mühlbach 1½ Stunden, 450 Höhenmeter
vom Paussbauer 45 min., 220 Höhenmeter