Kaiser, Hexen, Zauberwelten

Familienwandern am Wilden Kaiser
Bereits seit vielen Jahren zählt der Wilde Kaiser zu den beliebtesten Kletterbergen der Münchner. Kein Wunder, ist die Region von München in etwa einer Stunde mit dem Auto ohne Autobahnvignette zu erreichen. Aber auch die Urlaubs-Anreise aus dem Norden Deutschlands mit Auto und Bahn funktioniert problemlos, die Flughäfen Salzburg, München und Innsbruck sind jeweils etwa eine Stunde entfernt.

 

Wir möchten die Region näher kennen lernen und reisen mit Bahn und Bus entspannt nach Söll. Neben Söll gehören die Gemeinden Ellmau, Going und Scheffau zur Ferienregion Wilder Kaiser.

Mit strahlendem Sonnenschein empfängt uns dieser und schnell erahnen wir, weshalb der Wilde Kaiser als erste alpine Region mit dem Österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet wurde. Bereits im Vorfeld haben wir uns über die angebotenen Wandermöglichkeiten informiert, so werden täglich geführte Wanderungen zum Hintersteinersee, zum Schleierwasserfall oder zum Bergfrühstück auf die Regalm
angeboten. Wunderschön ist auch die dreitägige Hüttenwanderung oder die Tour von Ellmau auf die Gruttenhütte.

 

Kein Wunder, dass sich das ZDF diese Region als traumhafte Kulisse für die Serie „Der Bergdoktor „ ausgesucht hat. Und es wundert uns nicht, dass eine Filmwanderung angeboten wird, bei der man die wichtigsten Drehorte der beliebten Serie, wie das Bergdoktorhaus, den Gasthof Wilder Kaiser und den Gruberhof entdecken kann. Wir treffen uns mit dem Hauptdarsteller Hans Sigl zum Bergfrühstück auf der Rübezahl-Alm. Schwärmerisch erzähl uns der gebürtige Steirer von seiner zweiten Heimat: „Ich verbringe mehrere Monate in der Region, vor dem Bergdoktor war ich für die Serie Soko Kitzbühel bereits in der näheren Umgebung und habe den Wilden Kaiser lieben gelernt. Hier finde ich an meinen freien Tagen und auch nach Drehschluss die Ruhe, die ich brauche um wieder aufzutanken.“ Im September findet wieder die Bergdoktorwoche statt. „Ich freue mich darauf, die Fans vom Bergdoktor zu treffen“, so Hans Sigl, „im Normalfall geh ich aber allein oder mit ein, zwei Freunden zum Wandern.“

Mit der Hartkaiserbahn geht es nach dem Frühstück auf den Hartkaiser und wir tauchen ein in Ellmis Zauberwelt. Neben diesem Kinderparadies bietet die Region mit dem Hexenwasser Hochsöll, der KaiserWelt auf dem Brandlstadl bei Scheffau, dem Entdeckerpark Alpolino und dem Aussichtsberg Hohe
Salve insgesamt SECHS einzigartige Erlebniswelten für Kinder jeden Alters und so kann man neben 6 jährigen Kindern auch 60 jährige Männer sehen, die mit Begeisterung von Station zu Station wandern, ein Wanderspaß für die ganze Familie, für Kindern, Eltern und Großeltern.

Zurück im Tal genießen wir das gute Essen im Föhrenhof in Ellmau, ebenfalls ein Drehort des Bergdoktors. In Söll geht es dann noch für einen Absacker in eine Bar und wir staunen, als uns bereits heute Abend die Hexe Marianne über den Weg läuft, die wir am nächsten Tag am Hexenwasser Hochsöll treffen wollen. „Auch uns Hexen zieht es manchmal ins Tal um zu schauen welche Zauberwässerchen hier getrunken werden“, so die Hexe. Nachdem wir noch einige weitere Elixiere getrunken haben, verabschieden wir uns ins Hotel.

Am nächsten Morgen freuen wir uns schon auf das Wiedersehen mit Hexe Marianne, sie führt uns durch ihr Hexenwasser. Wir begegnen strahlenden Kindern und schauen in lachende Gesichter „erwachsener Buben und Mädels“, die sich auf den über 60 Stationen austoben. Familienwandern kann so schön sein. Hier geht es nicht um zurückgelegte Höhenmeter, sondern um den Spaß an der Bewegung in der Natur. Allgemein ist uns aufgefallen, dass die Erlebniswelten am Wilden Kaiser sehr naturbezogen sind. Dies fängt bei den verwendeten Baumaterialien an und setzt sich in Themenwegen und Lehrpfaden fort.

Der letzte Tag führt uns zur Gruttenhütte. Kurz über eine kleine Straße durch Wiesen, erreichen wir schnell den Waldrand. Nach einer Gehzeit von etwa 2 Stunden durch abwechslungsreiche Bergmischwälder erreichen wir die obere Waldgrenze und ein wunderschöner
Blick auf den Wilden Kaiser öffnet sich vor uns. Nach einer weiteren halben Stunde sitzen wir auf der Terrasse der Gruttenhütte. Hier unterhalb der beeindruckenden Wände des Wilden Kaisers lassen wir unsere Tage noch einmal Revue passieren. Wir durften eine tolle Wanderregion kennenlernen, ein dichtes und gepflegtes Wanderwegenetz in sämtlichen Schwierigkeitsgraden, leichte bis schwere Klettermöglichkeiten, zahlreiche Angebote für wanderfreudige Familien oder Bergdoktor begeisterte Fans, hier kommt jeder auf seine Kosten. Jetzt ist uns klar, weshalb der Wilde Kaiser als erste alpine Region mit dem Österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet wurde.