Das Schiff sticht in den Königsee, die Fahrt geht an steilen Felswänden entlang. Ein Mann von der Bayerischen Seefahrt erklärt, dass der Königsee Trinkwasser-Qualität hat und mit zu den saubersten Seen ist Deutschland zählt. Er lacht, wir Anwohner trinken allerdings kein Wasser. Auf der linken Seite ist der Malerwinkel zu sehen, das ist der beste Punkt für Künstler, um den See auf die Leinwand oder Papier zu bannen.
Es führen keine Straßen oder Fußwege entlang des Sees nach St. Bartholomä, so ist der Sport auf dem See ziemlich eingeschränkt. Im Moment ist der See gerade mal drei Grad warm und auch im Sommer hat er meistens nicht mehr als 18 Grad. Beeindruckende 190 Meter ist der See tief.
An der weltberühmte Echowand stoppt das Schiff und die Fenster zur Felswand werden geöffnet. Der Unterhalter spielt auf einem Flügelhorn eine Melodie und tatsächlich das Echo kommt von der Wand zurück. Der Flügelhornbläser wird mit einem Trinkgeld belohnt. In St. Bartholomä, zu Füssen des mächtigen Watzmanns, angekommen geht es weil die Sonne scheint gleich in den Biergarten. Einen Fisch aus dem Königsee sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Jagdschloss ist heute Ausflugsgaststätte, früher kamen die Wittelsbacher hierher um zu jagen. Bevor es mit dem Schiff wieder zurück geht, geht es noch in die barockisierte Wallfahrtskirche. Die Vorgängerkirche wurde schon 1134 erbaut.
Weiter Informationen
www.koenigsee.de
www.berchtesgaden.de
www.seenschifffahrt.de
Über den Autor*Innen
Gabi Dräger
Wo findet man Gabriele Dräger in den Bergen? Natürlich in einer Alm bei einer Brotzeit., denn Almen mit guter Küche ziehen sie magisch an. Gipfel nimmt sie auch hin und wieder mit. So hat sie einige 5.000er beim Trekking in Süd Amerika und Nepal, bestiegen. Ihre Hochleistung war der Kilimandscharo mit 5.895 Meter. Kultur und Brauchtum faszinieren sie genauso, wie Städte und Kunstausstellungen. Obwohl sie gerne in urigen Berghütten übernachtet ist sie dem Luxus von guten Hotels nicht abgeneigt.