Ski- und Wandergebiet Schwemmalm Ultental

In den Ausläufern des Ortlers ist das 40 Kilometer lange Ultental eingebettet. Die Schwemmalm liegt in der Mitte des Ultentales hoch über der Ortschaft Kuppelwies und ist ein ideales Wander- und Skigebiet. Charakteristisch sind die Hütten aus sonnengegerbten Lärchenholz und schindelgedeckten Dächern, sie verbreiten Gemütlichkeit. Außerdem ist die Schwemmalm für sein mildes und gesundes Klima bekannt.

Winter – es geht nicht nur ums Skifahren
Das Skigebiet wirbt mit dem Slogan: „einfach guet skifahren“. Das Skigebiet ist klein, nicht überlaufen und gilt als Geheimtipp. Einen Alpen-Ballermann oder Schnickschnack findet man nicht, alles konzentriert sich auf das Wesentliche, das Skifahren. Dafür sorgt, dass es nur 1200 Gästebetten in der Region gibt. Wer in Ruhe Ski laufen möchte und keine überfüllten Pisten mag, ist hier richtig aufgehoben. Das Skigebiet hat 25 Pistenkilometer liegt zwischen 1.150 bis 2.600 Meter Höhe und hat eine fünf Kilometer lange Talabfahrt Sinkmoos. Es gibt Pisten für alle Schwierigkeitsgrade, besonders der sportliche Skifahrer wird auf der schwarzen Piste „Mutegg-Abfahrt“ gefordert. Die Schwemmalm ist ein beliebtes Trainingsrevier für die Internationale Ski-Elite, wie Lindsey Vonn. Der Profi-Skifahrer Dominik Paris, ist ein echter Ultentaler, er hat acht Weltcupsiege einfahren können und er war Sechster im Gesamtweltcup 2015/16. Wenn er im Fernsehen interviewt wird, bekommt er aufgrund seines Südtiroler Dialekts Untertitel. Für Skizwerge gibt es das „Schwemmy’s Kinderland“. Das Skigebiet ist absolut schneesicher. Die Wolken, die von Genua kommen, werden über dem Ortlergebiet gemolken und liefern so Schnee für die Schwemmalm. Auch für Nichtskifahrer ist es auf der Schwemmalm nicht langweilig. Winterwandern, Rodeln, Schneeschuh gehen, Skitouren gehen, Freeriden, Lang- und Eislaufen sorgen für Abwechslung.

Schwemmalm trendig
Angesagt ist die Designerbar „sea.wies“ in der Talstation der Schwemmalm Bergbahn mit integriertem Bauernladen, in dem Produkte, wie Brot, Speck, Schinken und dekorative Brotherzen von den Bauern der Region verkauft werden.

Genuss im Ultental
Im Ultental gibt es viele traditionelle Gasthäuser, die regionale Gerichte anbieten. So findet man auf den Speisekarten Gerstensuppe, Sauerkrautkrapfen, Wildgulasch, Schwarzwurzelsuppe mit Pfefferkuchenstückchen, Kartoffelgnocchi, Buchteln und Kaiserschmarrn. Ganz typisch sind die mit Mohn gefüllten Krapfen, die zu Allerheiligen und bei Festen ausgebacken werden. Der Mohn wird extra dafür in der Region angebaut. Die DOC Weine St. Magdalener, der Vernatsch und der Lagrein werden im Ultental angebaut und passen hervorragend zu den regionalen Gerichten. Das Ultental ist bekannt für sein Brot. Eine traditionelle Brotsorte ist das „Pindl“, ein Brot mit Kümmel, Fenchel und Brotklee.

Sommer – Genuss ist alles

Als Kontrast zu den Bergen gibt es viele Seen und den großen Zoggler Stausee, er ist der höchst gelegene Stausee in den Alpen. Wasserprobleme kennt das Tal nicht. Die weitläufige Schwemmalm ist von Kuppelwies aus mit der Kabinenbahn in nur wenigen Minuten erreichbar. In dem Wanderparadies gibt es einfache und schwere Wanderwege für die ganze Familie. Sie führen durch dichte Wälder und naturbelassene Blumenwiesen, bis hin zu Bergseen und Aussichtsplätzen. Es gibt auch einen kinderwagentauglichen Rundweg und den Erlebnisteich. Das Wandergebiet Schwemmalm ist auch ein beliebter Treffpunkt für Paraglider und Mountainbiker. Auf der Terrasse einer Hütte kann man eine saure Suppe, oder die „schworzplentenen Kneidl“ oder Schöpsernes kosten. Brotzeiten mit Speck und Käse stehen sowieso auf der Speisekarte.

Kontakt
Meraner Land www.merano-suedtirol.de
Schwemmalm www.schwemmalm.com
 

 

Über den Autor

Gabi Dräger

Wo findet man Gabriele Dräger in den Bergen? Natürlich in einer Alm bei einer Brotzeit., denn Almen mit guter Küche ziehen sie magisch an. Gipfel nimmt sie auch hin und wieder mit. So hat sie einige 5.000er beim Trekking in Süd Amerika und Nepal, bestiegen. Ihre Hochleistung war der Kilimandscharo mit 5.895 Meter. Kultur und Brauchtum faszinieren sie genauso, wie Städte und Kunstausstellungen. Obwohl sie gerne in urigen Berghütten übernachtet ist sie dem Luxus von guten Hotels nicht abgeneigt.