Das Gefühl von Ruhe

In Osttirol die Schönheit der Schobergruppe in vier Tagesetappen erleben - (c) Uwe Grinzinger

Nur wenige Regionen stehen so für Weitwandern wie der Osten Tirols. Ob im Vilgratental die ‚Herz-Ass-Route‘, der ‚Karnische Höhenweg‘, der ‚Gailtaler Höhenweg‘ oder der ‚2TälerTrail‘ zwischen Defereggental und Antholzertal, dies sind nur einige Möglichkeiten sich in Osttirol mehrere Tage in der Ruhe der Berge zu bewegen. Eine weitere Weitwandermöglichkeit ist der 'Schobertreck' im Nationalpark Hohe Tauern. Hier erleben Wanderer auf vier Tagesetappen die Schönheit der Schobergruppe und erfahren, was Einsamkeit in Osttirol bedeutet.

Eine Flucht aus dem Alltag ist gerade irgendwie in. Die Menschen sind auf der Suche nach Ruhe und Alleinsein. Im positiven Sinne. Weitabgelegene, fremde Orte, fernab der Zivilisation sind dabei immer häufiger das Ziel. Ein geeigneter Ort für ein solches Vorhaben ist die Schobergruppe. Die Gebirgsgruppe in Osttirol, mitten im Nationalpark Hohe Tauern, breitet sich vom Zettersfeld bei Lienz bis zu den Kammfüßen der Glocknergruppe aus und gliedert sich in sechs Haupttäler mit 62 saphirblauen Seen. Am eindringlichsten erfährt man die Abgeschiedenheit der Schobergruppe auf dem Schobertreck. Der Weitwanderweg besteht aus vier Tagesetappen, führt Wanderer zu den schönsten Plätzen des Debanttals und gibt ihnen die Möglichkeit drei Dreitausender in dieser wilden Umgebung zu besteigen. Die 32,7 Kilometer lange Strecke verläuft größtenteils über 2.000 Meter Höhe und entlang uriger Almen. Selbst in der Urlaubssaison verteilen sich Wanderer auf dem Schobertreck gut und er büßt nichts von seiner Ursprünglichkeit ein. Die vier Etappen sind lang und fordern eine gute Ausdauer sowie Erfahrung im Hochgebirge. Ausgesetzte Stellen gibt es nur bei optionalen Gipfelbesteigungen.

Gesamt: Höhenmeter:  ↑3.200 Hm ↓3.200 Hm; Länge 32,7 km; Dauer: 20,5 Std. reine Wanderzeit; Schwierigkeit: mittel; Start- und Endpunkt: Seichenbrunn

Die Etappen im Überblick
1. Etappe
Start der Wanderung ist beim Parkplatz Seichenbrunn. Von dort geht es zur Wangenitzseehütte. Nach einer Stärkung können Wanderer das Petzeck mit 3.283 Meter in Angriff nehmen. Nach dem Gipfel führt der Weg zurück zur Wagenitzseehütte, dem Tagesziel und der ersten Übernachtungsmöglichkeit.

2. Etappe
Am nächsten Tag wandern die Weitwanderer zunächst auf den Gipfel des Dreitausenders Perschitzkopf (3.128 Meter). Über den Noßberger Weg geht es zur zweiten Übernachtungsmöglichkeit, der Lienzer Hütte. Wahlweise können Wanderer auch über den Zinkenweg direkt zur Lienzer Hütte gelangen.

3. Etappe
Von der Lienzer Hütte geht es am dritten Tag über den Franz Keil Weg zum sogenannten Gartl. Wer will, kann von hier aus den Debantgrat (3.058 Meter) besteigen. Vom Gipfel führt der Weg vorbei am Gartlsee und über das Gartltörl bis zur Hochschoberhütte, dem Tagesziel der dritten Etappe.

4. Etappe
Am letzten Tag führt der Schobertreck von der Hochschoberhütte zur Mirnitzschneide und wieder zurück zur Lienzer Hütte. Hier können die Weitwanderer ihre Tour noch einmal Revue passieren lassen, bevor sie sich auf den Rückweg zum Parkplatz Seichenbrunn machen.

Allgemeine Informationen zu Osttirol

In Osttirol die Schönheit der Schobergruppe in vier Tagesetappen erleben - (c) Uwe Grinzinger
Schönheit der Schobergruppe in vier Tagesetappen erleben - (c) Uwe Grinzinger
Schönheit der Schobergruppe in vier Tagesetappen erleben - (c) TVB Osttirol
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Schönheit der Schobergruppe in vier Tagesetappen erleben - (c) TVB Osttirol
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Schönheit der Schobergruppe in vier Tagesetappen erleben - (c) TVB Osttirol

Über den Autor

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Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.