Orchideen-Wanderung in Apulien

Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini

Mattinata, die Stadt der wild wachsenden Orchideen, lädt Wanderlustige im apulischen Vorgebirge des Gargano ein: Es gilt zahlreiche Wanderwege mit atemberaubendem Panorama auf die blaue Adria und die Foresta Umbra zu entdecken.

Zwischen Ende März und Anfang Mai blüht in der Foresta Umbra, der grünen Lunge des Gargano-Nationalparks, ein Meer von bunten, wild wachsenden Orchideen. Beim Wandern bestaunt man die außerordentlich hohe Dichte dieser kleinen, zierlichen und wertvollen Blumen: Im Gargano sind 85 verschiedene Sorten heimisch, und rund um Mattinata findet man deren größere Konzentration mit über 60 Arten – deswegen ist der Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ mehr als berechtigt!

Um die Stadt erstreckt sich ein Netz von Wanderwegen, die es erlauben, nicht nur die Orchideen im Frühling, sondern auch die faszinierende Landschaft mit ihren anderen geheimnisvollen Schätzen das ganze Jahr über zu entdecken.

Einer dieser Wanderwege startet im Südosten der Stadt in der Nähe des Hotels Torre del Porto. Am Ende der Strada Comunale della Difesa zieht sich der Wanderweg bis zum Gipfel des Monte Saraceno hoch, der sich auf einem Vorsprung im Meer erhebt. Zu viert machen wir uns bei strahlendem Wetter gegen 10 Uhr auf den Weg. Am Ende der geteerten Straße zeigt uns Angelo auf einer Wandertafel den Weg, der sich über 5 km erstreckt und uns bis auf 260 Meter Höhe führen wird. Beim Aufstieg genießen wir unterhalb des Vorsprunges die Aussicht auf das offene Meer, aber auch auf den langen Strand von Mattinata, der aus bunten, vom Meer glatt polierten Steinen in unterschiedlichsten Größen und Formen besteht. Der Duft der Macchia und die wild wachsenden Kräuter begleiten uns bis nach oben – auch Kapernpflanzen sind dabei, die berühmte und leckere Spezialität aus Mattinata! Auf ein paar Passagen gegen Ende des Wanderweges muss man besonders aufpassen, gut dass wir rutschfeste Wanderschuhe tragen! Die Belohnung für die Anstrengung ist großartig: Von oben aus hat man einen überwältigenden 360°-Panorama-Blick auf die Ortschaft Mattinata, die Küste mit ihren Kiesstränden und die Hügel des Gargano-Nationalparks. Bevor wir uns wieder nach unten begeben, führt uns Angelo zu einem magischen Ort mit unzähligen uralten Gräbern: Dort bestand bereits in vorchristlicher Zeit eine Siedlung der Daunier mit einer beeindruckenden Nekropole aus fast 800 in den Fels gehauenen Gräbern.  Das aus dem mittleren Osten stammende Volk war bereits ab dem 9. Jh. v. Chr. im Norden Apuliens ansässig. Hinterlassen hat es einzigartige Stelen mit mythischen Szenen und die sogenannten testine (Köpfe), die auf den Grabhügeln aufgestellt wurden. Von hier kann man entweder den Weg bis zur Hauptstraße SS 89 nehmen oder, über eine Abkürzung, die schräg die SS 89 durchquert, auf die Straße Comunale Trabucco dell’Arciprete bis zum Hotel Torre del Porto gelangen.

Der Tag endet mit dem obligatorischen Spaziergang am Corso Matino und einem unvergesslichen Abendessen. Dabei probieren wir viele lokale Spezialitäten: von ganz großen taralli, dem würzigen Käse caciocavallo und pesce azzurro mit Kapernblüten über einen Püree aus Saubohnen und Artischocken, bis hin zu einer Pasta mit Tomatensauce und canocchie (Heuschreckenkrebsen).

Bei der fürstlichen Mahlzeit planen wir gleich die nächste Wanderung für den folgenden Tag. Diesmal werden wir die Ruinen der Abtei SS. Trinità auf dem Monte Sacro erkunden, die das erste Mal im Jahre 1058 erwähnt wurde. Der „heilige“ Berg im Nordwesten von Mattinata reicht bis auf 874 Meter Höhe. Dort werden wir unzählige wild wachsende Orchideen finden, denn dieser Berg ist ein echtes Eldorado für jeden Orchideenliebhaber. In der Vorfreude auf die morgige Wanderung betrachten wir das Meer vor Mattinata, das im Licht des Vollmondes verführerisch glitzert.

Informationen
www.viaggiareinpuglia.it (auch in deutscher Sprache)

Anreise
Air Dolomiti fliegt täglich direkt nach Bari www.airdolomiti.de
Vom Flughafen kann man mit einem Leihwagen oder dem Pugliaribus Mattinata in ungefähr zwei Stunden erreichen. www.aeroportidipuglia.it/de/bus

Die beste Zeit zum Wandern
Die heißen Hochsommertage verlocken nur noch zum Baden. Wild wachsende Orchideen kann man am besten im April entdecken.

Übernachten
Hotel Torre del Porto
In sehr ruhiger Lage, familiärem Ambiente und mit allem modernen Komfort befindet sich das Hotel knapp 200 Meter vom Strand entfernt. Im Garten gedeihen Zitronen-Orangen- und Mandarinenbäume.
Contrada Funni – Tel.  + 39 0884 550429, www.torredelporto.it

Hotel Residence il Porto
Das Hotel mit wunderschönem Blick auf die Bucht von Mattinata verfügt über stillvoll eingerichtete Zimmer und bietet seinen Gästen ein Hotelshuttle zu einem privatem Strand oder in die Stadt.
SP 53 Litoranea per Vieste, km 1,5 – Tel. + 39 0084 552511, www.ilportohotel.it

Einkehren/Einkaufen
Restaurant Giardino Monsignore
Man genießt man in diesem am Strand gelegenen Restaurant nicht nur ausgezeichnete Spezialitäten, sondern auch einen traumhaften Blick aufs Meer und auf den Strand.
Contrada Torre del Porto, Tel. + 39 0884 559934, www.monsignore.it

Ristorante Scarpetta d’Oro
Vom Restaurant aus hat man das beste Panorama auf die unten gelegene Ortschaft und die Bucht. Familiäres Ambiente mit ausgezeichneter lokaler Küche.
Via Scarpetta 1 – Tel. + 39 0884 550438

Agriturismo Madonna Incoronata
Der Landsitz mit Macchia und jahrhundertealten Olivenbäumen produziert und verkauft ein gutes extra natives Bio-Olivenöl aus der Olivensorte Ogliarola Garganica.
Località Madonna Incoronata – Tel. + 39 0884 552500 www.agriturismogargano.it

Süße Verführungen
Ciangularie
Für Naschkatzen ein Muss: Seit Generationen versorgt die Konditorei Alt und Jung mit Süßigkeiten aus Mandeln.
Corso Matino 133 – Tel. + 39 0884 559966, www.ciangularie.it

Eisdiele Gabrielino
Köstliches Eis, aber auch Sorbets und Granite mit natürlichen Zutaten und in bester Qualität. Zu Empfehlen ist die Eiskreation „Gabrielino“, mit Zitronen aus Mattinata und Mandelstückchen.
Via Garibaldi 3 – Tel. + 39 0884 559444 – www.gabrielino.it

Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) A. Rossini
Mattinata, im apulischen Vorgebirge des Gargano, trägt den Beiname „Stadt der wild wachsenden Orchideen“ - (c) Jörg Bornmann

Über den Autor

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Nicoletta De Rossi