Vinschgau

Frühlingserwachen im Vinschgau: Archaische Rituale und frische Genüsse
Via Claudia Augusta für alle: Auf der Etsch-Radroute einmal durch den Vinschgau Die Via Claudia Augusta, erste Kaiserstraße über die Alpen, wurde vor rund 2000 Jahren von den Römern erbaut. Heute können Radler auf einem Teilstück der Kulturachse den gesamten Vinschgau durchqueren. Die 80 Kilometer lange, vorwiegend flache Tour entlang der Etsch führt vorbei an Schlössern, Burgen und Klöstern. Mehrere Bike-Verleihstationen und die Vinschger Bahn ermöglichen auch weniger Trainierten eine flexible Fahrt durch Südtirols regenarmen Westen. 
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Der Archaikweg folgt dem einstigen „Wormisionssteig“, einem ur- und frühgeschichtlichen Saumpfad. Schmale, abschüssige Wege schlängeln sich von der Stilfserbrücke bis nach Platzleid. Hier lebten schon in der Bronzezeit Menschen – und die archäologischen Überreste sind auf jeder Etappe sichtbar: Über einen steilen Bergpfad gelangt man etwa zum so genannten „Weiberbödele“, einst ein Brandopferplatz. Es folgt  das „rätoromanische Dorf“ Stilfs, wo kunstvoll verschachtelte Häuser in steilem Gelände noch immer von den Fertigkeiten ihrer Bauherrn zeugen.
Eher gemütlich bergauf führen die Wege zur urigen „Lyfi Alm“, für Anspruchsvolle gibt es auch sportlichere Varianten. Im hinteren Martelltal erleben Wanderer auf der 2.165 Meter hoch gelegenen Hütte beeindruckende Weitblicke in die unberührte Natur des Stilfserjoch-Nationalparks. Da frische Bergluft bekanntlich hungrig macht, genießen Gäste der „Lyfi Alm“ neben dem Naturerlebnis auch echte Vinschgauer Spezialitäten. Die Zutaten stammen vorwiegend aus heimischer Landwirtschaft, die Gerichte sind traditionsverbunden und liebevoll zubereitet.
Die etwa drei Kilometer lange Tour am Ilswaal, der vom Frühjahr bis in den Herbst hinein Wasser führt, ist schon in gut zwei Stunden zu schaffen. Dennoch gibt es entlang des alten Bewässerungswegs jede Menge zu entdecken, auch für kleine Wanderer. Start ist die Sportzone in Schlanders, es folgt ein Aufstieg hinauf zum Waalweg. Auf gerader Strecke geht es anschließend durch Wälder, Apfelgärten und Weinberge weiter bis zum St. Ägidiuskirchlein. Etwas ambitioniertere Wanderer haben die Möglichkeit, die Tour auszuweiten.
Grenzüberschreitend verläuft der 17 Kilometer lange Stundenweg vom Südtiroler Obervinschgau bis ins Münstertal in der Schweiz. Anfangs- und Endpunkt markieren Kloster Marienberg in Burgeis und Kloster St. Johann in Müstair, seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe. Die beiden christlichen Stätten lassen bereits den Charakter der Strecke erahnen: Fernab der Zivilisation erleben Stundenweg-Wanderer vor allem eine Reise zu sich selbst.
Auf insgesamt 108 Kilometern Fuß- und Waalwegen führt der reizvolle Erlebnismarsch einmal durch den gesamten Vinschgau. Die sechs abwechslungsreichen Etappen können einzeln oder am Stück erwandert und mit gutem Schuhwerk problemlos bewältigt werden. Sie halten für Naturliebhaber ebenso viele Besonderheiten bereit wie für Freunde von Kultur und Kulinarischem. Los geht’ s in Staben. Beim Bahnhof findet man eine Übersichtskarte mit den Etappenbeschreibungen. Von dort steigt man auf zum Schnalser Waalweg.
Genussvolle Bergwanderung zu Aussichtspunkt über dem Zufrittsee Vom Ufer des Zufrittsees geht es gerade aufwärts über die Lyfialm und die freien Hänge zum Pederköpfl, auf dessen Kuppe drei große Steinmänner stehen. Das Pederköpfl ist nach Süden dem Hang vorgelagert und bietet dadurch besonders schöne Aussicht. Der Zufrittsee liegt tief unten, gegenüber zeigt sich der zackenreiche Zufrittkamm mit den in den Nordhängen eingelagerten Firnfeldern, die höchste Erhebung darin ist die Zufrittspitze.