Wandern auf Deutschlands Sonneninsel

Wandern auf Usedom - Seebrücke Ahlbeck - (c) Dirk Bleyer

Usedom lädt zum Wandern ein

Weiße Sandstrände, maritimes Flair, malerische Landschaft und die einzigartige Bäderarchitektur machen Usedom zu einem beliebten Reiseziel. Mit mehr als 2.000 Sonnenstunden im Jahr gehört Deutschlands zweitgrößte Insel zu den sonnigsten Orten. Im Sommer locken der 42 Kilometer lange Sandstrand und das lebendige Treiben in den mondänen Ostseebädern die Urlauber auf die Insel. Besonders sehenswert sind die Kaiserbäder Ahlbeck • Heringsdorf • Bansin und das Ostseebad Zinnowitz. Mit ihren Seebrücken und historischen Villen versetzen sie jeden Gast in die Anfangszeiten der Badekultur an der Ostsee. In der kühleren Jahreszeit strahlt die Insel eine wunderbare Ruhe aus.

Auf ausgedehnten Wanderungen lässt sich die Insel am besten erkunden. Die Insel Usedom ist ein wahres Naturparadies und fasziniert mit einer artenreichen Flora und Fauna. Bemerkenswerte Gegensätze bilden der helle feine Sandstrand, der sich von der Nordspitze der Insel bis ins polnische Swinemünde zieht, und die Küstenwälder mit ihren mächtigen Buchen und lichten Kiefern. Auf der dem Festland zugewandten Seite öffnet sich die Weite des Usedomer „Achterlandes“. Hier erheben sich hügelige Endmoränenzüge, ragen Halbinseln mit imposanten Steilufern ins Achterwasser und erstrecken sich weite Moor- und Salzwiesenlandschaften bis ans Ufer des Peenestroms. Seit 1999 gehört die Insel gemeinsam mit den angrenzenden Küstengewässern zum „Naturpark Insel Usedom“.

Wandern auf Europas längster Strandpromenade
Die 12 Kilometer lange Strandpromenade zwischen den Kaiserbädern und dem polnischen Swinemünde lädt zu einer kulturellen Wanderung ein. Von Bansin wandeln Sie über Heringsdorf und Ahlbeck hinüber in den polnischen Teil der Insel und flanieren dabei an den prächtigen Villen im Stil der Bäderarchitektur vorbei. Überall können Sie Ihren Spaziergang am Strand fortsetzen und Ihre Füße im Spülsaum der Ostsee erfrischen. In Heringsdorf bietet sich ein Abstecher in den Kur- und Heilwald an, wo sich salzige Seeluft mit würzigem Duft von Kiefern und Buchen mischt. Im Licht- und Schattenspiel der majestätischen Bäume animieren Heilwaldstationen zu gezielter Bewegung und stellen die Beweglichkeit auf die Probe. Orte der Meditation vermitteln Stille und Ruhe.

Pilgerwanderung auf der Via Baltica
An der polnischen Grenze zwischen Swinemünde und Kamminke beginnt der Baltisch-Westfälische Jakobsweg, der die baltischen Länder mit Santiago de Compostela in Spanien verbindet. Die Via Baltica ist die nördlichste Ost-West-Verbindung im deutschen Jakobswegenetz und führt über die Stadt Usedom aufs Festland, dann weiter westwärts über Greifswald, Rostock, Wismar bis nach Osnabrück. Wer das Pilgern auf einer Tagesetappe im Süden Usedoms für sich entdecken möchte, der wandert die ca. 25 Kilometer lange Strecke vom beschaulichen Fischerdorf Kamminke bis zur Stadt Usedom. Sehenswürdigkeiten auf dem Weg sind das beschauliche Dorf Zirchow mit der spätgotischen St.-Jacobus-Kirche und das denkmalgerecht sanierte Schlossensemble in Stolpe.

Ursprüngliche Natur, historische Villen & Industriedenkmäler
Auf zwei abwechslungsreichen Tagestouren lässt sich der Norden der Insel Usedom erkunden. Die erste Etappe (19 Kilometer) führt vom ehemaligen Fischerdorf Loddin am Achterwasser über das Ostseebad Koserow bis nach Zinnowitz. Auf der Anhöhe Loddiner Höft wandern Sie auf einem urigen Steiluferpfad entlang und entdecken einsame Buchten am Achterwasser. Auf dem Streckelsberg, der zweithöchsten Erhebung der Insel, öffnet sich der weite Blick auf die Ostsee bis nach Rügen im Norden und zur polnischen Insel Wollin im Osten. An Ihrem Zielort Zinnowitz besichtigen Sie historische Bäderarchitekturvillen und stärken sich in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants. Die zweite Etappe der Nordtour (17 Kilometer) beginnt im geschichtsträchtigen Ort Peenemünde, wo sich zur Zeit des Nationalsozialismus‘ eine Heeresversuchsanstalt befand. Im ehemaligen Kraftwerk, einem beeindruckenden Industriedenkmal, informiert die Ausstellung des Historisch-Technischen Museums über diese Zeit. Anschließend führt die Route zum Ufer des Peenestroms, wo zahlreiche Grauhreiher ihre Brutplätze haben. Weiter geht es durch weitläufige Dünenlandschaften und Kiefernwälder über Karlshagen, Trassenheide zurück nach Zinnowitz.

Steilufer & Salzwiesen auf der Halbinsel Gnitz
Auf der 5 km langen Tour umrunden Sie die urige Halbinsel Gnitz, die weit in das nördliche Achterwasser ragt. Mit ihren blühenden Magerwiesen und wilden Steilufern ist sie ein wahres Naturparadies und ein Rückzugsort für seltene Tiere. Vom kleinen Örtchen Lütow aus geht es vorbei an idyllischen Schilfgürteln und ruhigen Buchten zum "Mövenort" bis auf den Weißen Berg. Von hier aus genießen Sie einen tollen Ausblick über das Achterwasser. Mit etwas Glück beobachten Sie auf Ihrer Wanderung auch Seeadler, die über dem Gnitz und dem Achterwasser ihre Kreise ziehen. Tipp: Die Sonnenuntergänge über dem Achterwasser sind ein besonderes Highlight.

Weitere Wandertouren finden Sie auf usedom.de/wanderwege

Wandern auf Usedom - Seebrücke Ahlbeck - (c) Dirk Bleyer
Wandern auf Usedom - Am Achterwasser - (c) Dirk Bleyer
Wandern auf Usedom - Gnitz - (c) Dirk Bleyer
Wandern auf Usedom - Gnitz - (c) Roy von Elbberg
Wandern auf Usedom - Kamminke - (c) Andreas Dumke
Wandern auf Usedom - Pause an der Ostsee - Roy von Elbberg
Wandern auf Usedom - Peenemünde - (c) Andreas Dumke
Wandern auf Usedom - Ortspromenade - (c) Andreas Dumke
Wandern auf Usedom - Schloss Stolpe - (c) Dirk Bleyer
Wandern auf Usedom - Strandwandderung - (c) Roy von Elbberg
Wandern auf Usedom - Villa an der Uferpromenade - (c) Roy von Elbberg
Wandern auf Usedom - Wegweiser nach Stolpe - (c) Roy von Elbberg

Über den Autor

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Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.