Vinschger Winter abseits der Piste

Vinschgau - Südtiroler Schmankerl vor Ortlerkulisse – so sieht der Einkehrschwung nach einer Skitour in Sulden im Vinschgau aus. - (c) Vinschgau Marketing/Frieder Blickle

Der Vinschgau in Südtirols Westen bietet Schneefans auch fernab der Skipisten etliche Winteraktivitäten. So erstrecken sich allein acht Langlaufgebiete über das Tal zwischen Meran und dem Reschenpass. Einsame Pfade führen Schneeschuhwanderer durch unberührte Winterlandschaften. Skitourengeher wissen die Routen rund um Südtirols höchsten Berg, den Ortler, zu schätzen. Für Anfänger gibt’s regelmäßig geführte Ausflüge in den Schnee. Wanderwege und Rodelstrecken eignen sich auch für Familien mit kleinen Kindern, Einkehrschwünge unterwegs sind reichlich vorhanden. Eisläufer finden am Reschensee einen neuen Naturplatz mit Schlittschuhverleih. (www.vinschgau.net)

Langlaufen: Loipenspaß ab Ende Oktober
Auf den hochalpinen Loipen von Sulden am Ortler beginnt die Langlaufsaison mit dem ersten Schneefall Ende Oktober. Insgesamt warten acht ausgewiesene Gebiete im Vinschgau auf Anfänger wie Profis. Letztere tummeln sich vorzugsweise im Nordischen Skizentrum Schlinig im Obervischgau oder im Biathlonzentrum Martelltal auf top präparierten Strecken zwischen 1.500 und 1.850 Metern. Am Reschenpass überschreiten Langläufer die Landesgrenze zwischen Italien und Österreich bis ins benachbarte Tirol. Und im Seitental Langtaufers endet die Loipe an der gemütlichen Melager Alm. Die Langlaufkarte Vinschgau kostet 6 Euro/Tag und 25 Euro/Woche. (www.vinschgau.net/langlaufen)

Skitourengehen: First Line mit Dreitausenderblick
Der Vinschgau zählt zu Südtirols besten Skitourengebieten. Neben dem Nationalpark Stilfserjoch verlaufen die Strecken durch stille Täler wie Matsch, Schlinig und Rojen. Absolute Ruhe macht den Reiz genauso aus wie die „First Line“ bei der Abfahrt. Zu den bekanntesten Skitouren im Vinschgau zählt die auch für Anfänger geeignete Besteigung der Suldenspitze. Nur Erfahrene wagen hingegen den Aufstieg zur östlichen Veneziaspitze im Martelltal. Profis treffen sich dort alljährlich zur Marmotta Trophy, eine der spektakulärsten Routen des Skitouren-Weltcups. (Infos zu Skitouren)

Schneeschuhwandern: Der Natur auf der Spur
Mit Schneeschuhen entdecken Urlauber die winterliche Natur im Vinschgau auf leisen Sohlen und problemlos auch ohne Vorkenntnisse. Wander- und Bergwege sind ebenso gut beschrieben wie abgeschiedene Pfade und in Sachen Ausblick kaum zu überbieten: Neben dem Ortler, Südtirols höchsten Berg, haben Schneeschuhwanderer die Sesvenna-Gruppe und die Ötztaler Alpen im Blick. Bei gutem Wetter reicht die Fernsicht sogar bis in die Dolomiten. Eine Tour führt in zwei Stunden vom Weiler Fischerhäuser auf die Bruggeralm am Eingang zum Zerzertal.

Rodeln, Eislaufen, Winterwandern: We are Family
Für alle begeisterten Eisläufer gibt es seit vergangenem Winter einen Naturplatz auf dem Reschensee, Schlittschuhe kann man direkt vor Ort ausleihen. Mit den ganz Kleinen unternehmen Familien eine gemütliche Winterwanderung. Viele Wege im Vinschgau sind geräumt und auch mit Kinderwagen passierbar. Etwas mehr Action versprechen gut präparierte, familienfreundliche und sichere Rodelbahnen, darunter die vier Kilometer lange Strecke am Watles.

 

Vinschgau - Südtiroler Schmankerl vor Ortlerkulisse – so sieht der Einkehrschwung nach einer Skitour in Sulden im Vinschgau aus. - (c) Vinschgau Marketing/Frieder Blickle
Vinschgau - Im Vinschgau finden sich insgesamt acht ausgewiesene Langlaufgebiete für Skater wie Liebhaber des klassischen Stils. - (c) Vinschgau Marketing/Frieder Blickle
Vinschgau - Schneeschuhwander-Paradies Vinschgau – alle Wege sind bestens ausgeschildert und führen zu urigen Hütten. - (c) Vinschgau Marketing/Frieder Blickle

Über den Autor

Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.