Stubaital – 10 Tipps für den Herbst

Wer ein paar Tage in den Bergen entspannen und ausschlafen möchte und trotzdem etwas erleben will, der findet diese angenehme Kombination im Stubaital. Nach einem langen Frühstück geht es los.

Tschangelair Alm
Die Tschangelair Alm ist ganz bequem mit dem Bus zu erreichen – wer mag, kann natürlich hinwandern. Bei schönem Wetter sitzt man vor der Alm in der Sonne an der brausenden Ruetz. Geräucherte Forelle von der eigenen Fischzucht, übrigens der höchsten in Tirol, und Ziegengröstl, Hirtenmakkaroni und zum Abschluss einen Kaiserschmarrn sind zu empfehlen. Hier treffen sich Einheimische und Besucher und genießen die deftige regionale Küche und die Aussicht. Weitere Infos

Almabtrieb in Fulpmes
Wenn die geschmückten Kühe ihren Weg von den Almen ins Tal in Fulpmes geschafft haben, dann geht es für die Zuschauer zum Musikpavillon. Dort spielen die Skilehrer auf, die Stimmung ist gut und fröhlich. Das Beste sind die frisch von den Bäuerinnen hergestellten Krapfen, entweder die mit Graukas oder die süßen mit Mohn gefüllt. Weitere Infos

Grawa-Wasserfall und WildeWasserWeg
Der Grawa-Wasserfall lädt zu einer kleinen Wanderung ein. Zum Wasserfall fährt auch der Bus. Die Grawa Alm ist perfekt für eine Jause, entweder auf der Terrasse mit Blick auf den Wasserfall oder in der rustikalen Alm. Die kleine Wanderung führt zum Wasserfall, hier kann man feinsten Wasserstaub, das sogenannte Aerosol, tief einatmen Es ist gesund für die Atemwege. Dann geht es gemütlich, leicht abfallend an der Ruetz bergab. Unzählige Steinmandln stehen am Ufer. Am Ende geht es über eine Holzbrücke zur Bushaltestelle. Wer noch weiter gehen möchte, der folgt dem Weg bis zur Tschangelair Alm und über den Ruetz Katarakt bis zur Haltestelle Nürnberger Hütte, das ist die erste Etappe des „WildeWasserWegs“. Weitere Infos

Elfer im Zentrum von Neustift
Es geht gemütlich von Neustift mit der Seilbahn der Elferbahnen zur Bergstation auf knapp 1.800 Meter. Oben angekommen, kann man den Paragleitern beim Vorbereiten für den Start und ihren Flügen zusehen. „Keep running“, ruft der Paragliding-Guide, der mit einem mutigen Interessenten im Tandem ins Tal fliegt. Wer ein paar Schritte gehen möchte, geht bis zur großen begehbaren Sonnenuhr oder auch ein Stück weiter auf einem der Geh-Zeiten-Wege. Der Ausblick über das Stubaital ist gigantisch. Natürlich kann man auch im Restaurant neben der Bergstation einkehren, bevor es mit der Seilbahn wieder ins Tal zurück geht. Weitere Infos

Schlick bei Fulpmes
Das Wander- und Skigebiet bietet im Sommer, wie im Winter viel Abwechslung. Von der Bergstation führt  ein kurzer Weg zur Aussichtsplattform „StubaiBlick“. Sie gibt neben einem einzigartigen Ausblick auf die Stubaier Berge, die Kalkkögel, auf das Inntal bis hin zum Zillertal und dem Wilden Kaiser auch verschiedene Sagen und Märchen preis. Zurück auf der Terrasse der Bergstation kann man bei gutem Wetter die Aussicht bei einer Brotzeit und oder auch nur einfach einem Cappuccino genießen. Weitere Infos

Restaurant Hoferwirt in Neustift
Der Hoferwirt mit der Auszeichnung Tiroler Wirtshaus steht für traditionelle und regionale Küche. Die alte Zirbenstube ist urgemütlich. Die Küche ist typisch tirolerisch. Auf der Speisekarte wird Carpaccio vom Saibling, Ziegengröstl, Almgröstl, Jägerpfandl, zweierlei vom Lammbraten, Kotelette und Rostbraten angeboten. Beim Nachtisch gibt es zweierlei vom Schokoladenmousse, Eispalatschinken, natürlich Kaiserschmarren und Schwarzbeerennocken mit Vanilleeis. Es gibt einmal in der Woche ein Galadinner, ein Bauernbüffet und ein italienisches Büffet. Außerdem spielt auch einmal in der Woche Stubenmusik im Hoferwirt. Wenn man Glück hat, dann spielt die bekannte „Stubaier Freitagsmusig“ aus Innsbruck, die bereits europaweit auftreten. Weitere Infos oder unter www.stubaier-freitagsmusig.at

Stubaier Gletscher
Der Höhepunkt im Stubaital ist unweigerlich der Stubaier Gletscher. Mit der Eisgratbahn geht es bis zur Bergstation auf 2.900 Meter, wo man zur Schaufeljochbahn wechseln kann, die weiter bis auf knapp 3.000 Meter führt. Zu Fuß kann man dann noch höher steigen, nämlich zur Gipfelplattform „TOP OF TYROL“, die auf 3.210 Metern installiert worden ist. Gegenüber der Schaufelspitze geht die Aussicht dort oben bis zum höchsten Berg im Stubaital, zum 3.507 Meter hohen Zuckerhütl und bei gutem Wetter reicht der Blick sogar bis Südtirol. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist kurz, doch die Stufen führen steil nach oben. Aber die Mühen lohnen sich: Fast jeder macht ein Foto mit dem „Top of Tyrol“ Zeichen und der beeindruckenden Landschaft mit den Bergen. An der Bergstation Eisgrat stehen bei schönem Wetter Liegestühle. Dort wo im Winter das Hauben-Restaurant Schaufelspitz beheimatet ist, werden im Sommer Sommer kleine Nudelgerichte, Salate und Kuchen zu normalen Preisen serviert. Nach einer Stärkung geht es in die Eisgrotte: 30 Meter unterhalb der Bergstation Eisgrat öffnet sich auf einem 200 Meter langen Rundgang eine Welt aus Eis und Schnee. Ganz tief im Inneren des Gletschers wird man über Gletscherphänomene aufgeklärt. Es gibt Informationen über Gletscherflöhe, Eisschichten, Gletschermilch, Moränen und wie Gletscher geschützt werden können. Weitere Infos

Kloster Maria Waldrast
Das Kloster Maria Waldrast ist auf 1.638 Metern eines der höchstgelegenen Kloster Europas. Es liegt am Gebirgsfuß der Serles, zwischen dem Wipp- und dem Stubaital. Hier kann man das rechtsdrehende Heilwasser trinken. Schon die Kelten, so wird berichtet, kannten die Heilkraft des Wassers. Die Wirkung des rechtsdrehenden Wassers ist wissenschaftlich nicht erwiesen, aber die Erfolge sprechen für sich, davon erzählen auch die vielen Votivtafeln in der Kapelle. Vom Stubaital nimmt man die Serlesbahnen in Mieders und spart sich den Aufstieg. Im Klosterhof kann man eine Klostersuppe mit Gerste und Gemüse, ein Riesenschnitzel, Kaspressknödel und Spinat-Schlutzkrapfen bestellen. Das Schnitzel ist wirklich XXL, es ist größer als der Teller und wird mit Preiselbeeren und Pommes Frites serviert. Auch die Speckbrotplatte ist gigantisch. Weitere Infos

Kristallwelten Swarovski
Die Welt der Kristalle, die einen verzaubert, hat André Heller 1995 zum hundertjährigen Firmenjubiläum von Swarovski geschaffen. Im Bauch des Riesen begegnet man in verschiedenen Schatzkammern zeitgenössischer Kunst aus Glitzersteinen und Lichtspielen. Im Garten des Riesen kann man ein Labyrinth, glitzernde und funkelnde Bäume, einen Aussichtsturm und ein modernes Restaurant entdecken. Weitere Infos

Stubaier Bauernmarkt
Einmal in der Woche, am Freitag, findet im Musikpavillon ab 14 Uhr in Neustift der Bauernmarkt statt. Hier kann man Stubaier Schmankerln, wie Kiachl, Krapfen, Topfenaufstrichen, Speck, Käse, Kaspressknödel, Honig und Schnäpse probieren und einkaufen. Weitere Infos

Wer trotz der zahlreichen Tipps keine Aktivitäten für einen Schlechtwettertag findet, wird online bestimmt fündig. Dieses Spiel ist für alle, die etwas Nervenkitzel suchen.

Über den Autor

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Gabi Dräger

Wo findet man Gabriele Dräger in den Bergen? Natürlich in einer Alm bei einer Brotzeit., denn Almen mit guter Küche ziehen sie magisch an. Gipfel nimmt sie auch hin und wieder mit. So hat sie einige 5.000er beim Trekking in Süd Amerika und Nepal, bestiegen. Ihre Hochleistung war der Kilimandscharo mit 5.895 Meter. Kultur und Brauchtum faszinieren sie genauso, wie Städte und Kunstausstellungen. Obwohl sie gerne in urigen Berghütten übernachtet ist sie dem Luxus von guten Hotels nicht abgeneigt.