Sterzing – Der Rosskopf startet in eine neue Ski-Ära

Am Rosskopf in Sterzing, der nördlichste Skiregion in Südtirol, ist die Zukunft eingetreten - (c) Gabi Dräger

Das Skigebiet Rosskopf in Sterzing-Südktirol wird mit der neuen Telemix-Bahn, der neuen fünf-Kilometer-Talabfahrt, der Beschneiungsanlage und den neuen Pistenbullys in ein neues und modernes Schneezeitalter katapultiert.

Neu im Skigebiet Rosskopf ist die Telemix-Bahn von 2019, die Talabfahrt, die Beschneiungsanlage sowie die neuen, modernen Pistenbullys. Als Highlight hat der Rosskopf mit zehn Kilometern die längste beschneite und sicherste Rodelbahn Europas. Am Rosskopf in Sterzing, der nördlichsten Skiregion in Südtirol, ist die Zukunft eingetreten.

Der Moderator Peter Volgger eröffnete seine Rede im Januar 2019 zur Einweihung der neuen Telemix-Bahn im Skigebiet Rosskopf in Sterzing: „Wie sind stolz, dass es beim Bau der Seilbahn keine Unfälle gab.“ Natürlich hält er die Rede in Deutsch und Italienisch, wie es in Südtirol üblich ist. Die Telemix-Bahn hat 6er Sessel und 8er Kabinen, die von 1845 bis in eine Höhe von 2120 Höhenmeter führt. Die Sessel sind für die sportlichen Skifahrer, die ihre Ski anbehalten und oben angekommen sofort wieder auf der Piste sind. Für Familien und Skikurse sind die Gondeln geeignet, so hat man die Kinder unter Kontrolle. Weiterer Vorteil der Gondeln ist, dass Rodel und Fahrräder transportiert werden können.

Ehrengäste
In guter Manier wurden alle aufgezählt, die sich um den Bau der Bahn verdient gemacht haben. Helmut Messner, der Präsident der neuen Rosskopf GmbH; Christian Ossanna, ehemaliger Präsident der Rosskopf Gesellschaft; Thomas Widmann, Landesrat; Gino Della Vedova, ehemaliger Präsident der Rosskopfgesellschaft und Fritz Karl Messner, der Bürgermeister von Sterzing. Die Bürgerkappelle aus Sterzing spielte einen Tusch, nachdem alle Prominente aufgezählt wurden. Adelheid Leitner, die Ehefrau des ehemaligen technischen Leiters der Rosskopf Seilbahn Ing. Ernst Leitner, ist Ehrengast. Nach einer Ausschreibung hat die Firma Leitner in Sterzing den Auftrag erhalten. Ein Vorteil der Anlage ist der speziell von der Firma Leitner entwickelte Direktantrieb, der ein gut gehütetes Geheimnis ist. Der Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte noch einen anderen Termin und ist später zur Eröffnungsfeier gestoßen.

Ein langer Weg
Es war ein langer, mit Schwierigkeiten gepflasterter Weg, bis die neue Telemix-Bahn und die neue Talabfahrt endlich fertig wurden. Sterzing erinnerte fast an ein kleines gallisches Dorf: Die Einheimischen haben gestritten, diskutiert und sich am Ende doch gegen alle Probleme vereint. Der Zaubertrank –  das war der Wille der Sterzinger – der hat sie quasi unbesiegbar gemacht. Am Ende hielten sie zusammen wie Pech und Schwefelt, das war eine gute Teamfähigkeit. „Wenns braucht, noar holt‘ mer zomm,“ so war die Devise. Der Berg als großer Arbeitgeber in der Region muss überleben. Während der Reden zogen dunkle Wolken auf, die aber schnell wieder verschwanden – ein gutes Omen für den Start der neuen Bahn. Immer wieder spielt die Bürgerkappelle ein paar Lieder. Der Applaus ist jeweils ein dumpfes Handschuhklatschen. Die Marketenderinnen der Bürgerkapelle verteilen Schnaps, natürlich spendet man großzügig für  die Musikkapelle Sterzing.
An einem Stand wurde zur Feier des Tages Weißwein und Aperol Spritz ausgeschenkt und Weißwürste gab es vorher schon an der Bergstation der Telemix-Bahn.

Die neue Talabfahrt
Mit der neuen Seilbahn wurde auch die Talabfahrt erschlossen. Es gab einen Wermutstropfen: Es mussten Bäume gefällt werden. Doch da die Abfahrt im Südosten zumeist über Wiesen ins Tal führt, die mussten nur sehr wenig Bäume gefällt werden. Ing. Ernst Leitner hat die optimale Route der Talabfahrt ausgetüftelt. Der dritte Joker ist die neue Beschneiungsanlage. Sie nimmt nur ein Prozent des Wassers aus der vorbeifließenden Eisack, pumpt es in zwei Kühltürme und dann zum Speichersee. Lanzen, die weniger Strom verbrauchen als Schneekanonen, beschneien die Pisten. Die Rodelbahn mit zehn Kilometern Länge ist ein weiteres Highlight im Skigebiet Rosskopf. Dank der neuen Beschneiungsanlage hat auch die Rodelbahn die besten Schneekonditionen. Die Rodelbahn am Rosskopf wurde vom ADAC als sehr sicher getestet.

Segen und das blaue Band
Dann wurden bei der Zeremonie allen Kapitalgebern und dem Tourismusverein Sterzing für die Förderung und Unterstützung der Projekte gedankt. Zwei neue Pistenbullys standen neben der Seilbahn, die auch aus dem Hause Leitner sind. Die Skischule Sterzing bedankte sich für die neue Bahn und freut sich auf die Wintersaison mit vielen Skikursen. Dekan Schweigel ließ Fürbitten von Jugendlichen lesen und segnete dann die neue Telemix-Bahn, die Pisten und die Menschen. Die Bürgerkappelle spielte ein letztes Lied. Dann war es soweit: Das blaue Band wurde feierlich durchschnitten. Alle Schwierigkeiten und Probleme haben sich gelöst: die Telemix-Panoramabahn läuft, die Talabfahrt ist bereit, die Beschneiungsanlage und die Pistenbullys haben ihre Arbeit schon geleistet. „Gemma“, die Pisten warten schon.

Kontakt
Südtirol Info www.suedtirol.info/de
Tourismusverein Sterzing www.sterzing.com, www.sterzing-ratschings.it
Rosskopf www.rosskopf.com

Am Rosskopf in Sterzing, der nördlichste Skiregion in Südtirol, ist die Zukunft eingetreten - (c) Gabi Dräger
Am Rosskopf in Sterzing, der nördlichste Skiregion in Südtirol, ist die Zukunft eingetreten - (c) Gabi Dräger
Am Rosskopf in Sterzing, der nördlichste Skiregion in Südtirol, ist die Zukunft eingetreten - (c) Gabi Dräger
Am Rosskopf in Sterzing, der nördlichste Skiregion in Südtirol, ist die Zukunft eingetreten - (c) Gabi Dräger

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