Söllereckbahn – Fellhornkamm – Fiderepasshütte

Allgäu Hammspitzen Schafalpenkopf Wandertour Söllereckbahn Fellhornkamm Fiderepasshütte

Schönste Blumentour der Allgäuer Alpen

Wer Zeit und Muße hat, beginnt seine große Rundtour durch die Allgäuer Alpen bereits mit der Überschreitung des Fellhornkammes. Dieser aus Flysch aufgebaute Bergzug ist berühmt für seine außergewöhnlich üppige und artenreiche Flora. Viele unternehmen deshalb diese Tour auch nur für sich alleine. Beim Weiterweg zum Fiderepass mit seiner sehr schön auf den Matten gelegenen Hütte wandert man dann durch eine Landschaft ganz anderer Art mit Weideflächen, Latschen und einer ganz nahen und wilden Felskulisse, in der vor allem die Hammerspitzen, 2259 m, imponieren. Bei sich verschlechternden Verhältnissen gibt es gleich zwei bequeme Möglichkeiten für eine Flucht: Talfahrt mit der Fellhornbahn ins Stillachtal oder nach einem kurzen Anstieg vom Gundsattel mit der Kanzelwandbahn nach Riezlern im Kleinwalsertal; von dort erreicht man mit dem Bus rasch wieder die Talstation der Söllereckbahn.

Talort: Oberstdorf, 815 m.

Ausgangspunkt: Talstation der Söllereckbahn, 1000 m. Per Bus von Oberstdorf zur Talstation oder dorthin mit dem Pkw auf der B 19 etwa 3 km vom Kreisverkehr vor Oberstdorf Richtung Kleinwalsertal. Fahrt mit der Bahn zur Bergstation, 1350 m.

Gehzeiten: Bergstation Söllereckbahn – Fellhorn 2.30 Std., Fellhorn – Fiderepasshütte knapp 2.30 Std.; insgesamt 5 Std.

Anforderungen: Meist breite Wege oder Steige, teilweise steileres Gelände und ausgeprägte Grate, bei Nässe unangenehm schmierig (dann evtl. Fahrt mit der Seilbahn auf das Fellhorn).

Höhenunterschiede: Zum Fellhorn 760 Hm, zur Fiderepasshütte zusätzlich 440 Hm im Aufstieg. Im Abstieg insgesamt 480 Hm.

Höchste Punkte: Fiderepasshütte, 2065 m, Fellhorn, 2038 m.

Stützpunkt: Fiderepasshütte, 2065 m, DAV, Sektion Oberstdorf, bew. Ende Mai bis Mitte Oktober, 110 Schlafplätze, Winterraum 15 Plätze (mit AVSchlüssel zugängig), Tel. +43/664/3203676.

Abstiegsmöglichkeit: In etwa 1.45 Std. auf guten Bergwegen durchs Wildental hinab nach Bödmen und weiter nach Mittelberg. Mit dem Bus zurück zur Söllereckbahn.

Zum Fellhorn: Von der Bergstation (Gasthäuser) geht es kurz empor, dann wandert man auf breitem Alpweg nach links durch Wald und über Weideflächen zur Sölleralpe, 1523 m (Brotzeit). In steilen Kehren erreicht man über die Hänge den Kamm, 1750 m, schon ein Stück oberhalb des Söllerecks. Der ausgeprägten, üppig bewachsenen Schneide mit ihren steileren Stufen folgend auf den Westgipfel der Söllerköpfe und weiter über den noch langen, nun freien Grat, den Schlappoltkopf, 1968 m, überschreitend, auf das Fellhorn, 2038 m. 

Weiterweg zur Hütte: An der nahen Bergstation der Seilbahn vorbei über den bald breiten Rücken bis kurz vor den tiefsten Sattel (Gundsattel) hinab. Hier steigt man nach links auf einen nahen Boden, 1720 m, ab. Von dort geht es mit viel Auf und Ab tief unter der Kanzelwand hindurch zu den Böden der ehemaligen Rossgundalpe, 1690 m. Allmählich führt der Weg wieder aufwärts und erreicht schräg durch die Hänge die Geländeschwelle bei der Kühgundalpe. Der letzte Abschnitt: durch eine reizvolle, von Wänden begleitete Hochmulde sanft empor, dann links über eine steile Stufe und über letzte Hänge zur Hütte, 2065 m, etwas oberhalb des Fiderepasses.

mit freundlicher Genehmigung des Rother Bergverlags
Wanderführer Allgäuer Alpen von Dieter Seibert ISBN 978-3-7633-3120-8

 

Allgäu Hammspitzen Schafalpenkopf Wandertour Söllereckbahn Fellhornkamm Fiderepasshütte
Allgäu Fellhornkamm über dem Kleinwalsertal
Allgäu Wanderung Rossgundkopf Fellhorn Hühgundalpe
Wanderung Söllereckbahn – Fellhornkamm – Fiderepasshütte - Wanderkarte

Über den Autor

Bild des Benutzers Jörg Bornmann
Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.