Madeira - Essen und Trinken

Der schwarze Degenfisch aus der Tiefsee ist eine der Spezialitäten der madeirensischen Küche. Er wird Espada genannt, nicht zu verwechseln mit den Espetadas.  Preiswert und schmackhaft wird er traditionell als gebratenes Filet mit halbierten Bananen serviert. Er lebt im Atlantik in einer Tiefe von 1.500 Metern. Außer vor Madeira ist sein Vorkommen nur noch vor der Küste von Japan bekannt.

Die Espetadas, auf Lorbeerspieße gegrilltes Fleisch sind das madeirensische Festtagsessen. Heute stehen die Lorbeerwälder unter Naturschutz. Die Spieße werden nicht mehr aus dem Holz der Lorbeerbäume gefertigt, das Fleisch wird in Restaurant zum Schutz der Umwelt an Metallspießen gegrillt.

Poncha, das Nationalgetränk, ähnlich wie Caipirinha, besteht aus Honig, Zitronen- oder Orangensaft und Zuckerrohrschnaps ist sehr süffig und preiswert. Die Poncha wird darüber hinaus in Varianten mit Maracuja und Absinth (in Câmara de Lobos) angeboten.

Bei Madeiraweinen werden verschiedene Rebsorten unterschieden. Der trockenen Sercial, der halbtrockene Verdelho, der halbsüße Boal  und der süße Malvasia, den man zu Aperitif trinkt. Der Madeira ist auch Grundlage der bekannten Madeirasauce.