Südtirol

Frühlingserwachen im Vinschgau: Archaische Rituale und frische Genüsse
Via Claudia Augusta für alle: Auf der Etsch-Radroute einmal durch den Vinschgau Die Via Claudia Augusta, erste Kaiserstraße über die Alpen, wurde vor rund 2000 Jahren von den Römern erbaut. Heute können Radler auf einem Teilstück der Kulturachse den gesamten Vinschgau durchqueren. Die 80 Kilometer lange, vorwiegend flache Tour entlang der Etsch führt vorbei an Schlössern, Burgen und Klöstern. Mehrere Bike-Verleihstationen und die Vinschger Bahn ermöglichen auch weniger Trainierten eine flexible Fahrt durch Südtirols regenarmen Westen. 
Himalaya-Gefühle im Vinschgau: Yak-Auftrieb und Bergwoche mit Reinhold Messner
„Marmor und Marillen“: Erlebnis-Festival und Bildhauer-Workshop im Vinschgau
Aussichtsreiche Kuppe über St. Martin in Gsies  4Std. /800 Hm / Einkehr / Familienwanderung   Wer durchs Gsies talein fährt, wird linker Hand einen Berg sehen, der zwar selbst nicht sehr hoch ist, der sein über 12 Meter hohes, 1988 eingeweihtes Fachwerkgipfelkreuz aus Lärchenholz aber umso auffälliger in den Himmel reckt: das Hörneggele (so die mundartnähere Schreibweise).
Ein Klasse-Aussichtsberg am Westrand der Olanger Dolomiten4.15 Std. / 750 Hm./ Familienwanderung An dieser Tour ist wahrlich alles vollkommen: der abwechslungsreiche, nicht zu beschwerliche Anstieg, die durch kein nahes Gegenüber eingeengte Gipfelrundsicht und die Möglichkeit einer abschließenden Einkehr in einem der Gasthöfe am Furkelsattel. Wandert man in angenehmer Gesellschaft und ist einem obendrein der Wettergott wohlgesinnt, dann fehlt zur absoluten Bergseligkeit nicht mehr viel!
Der Archaikweg folgt dem einstigen „Wormisionssteig“, einem ur- und frühgeschichtlichen Saumpfad. Schmale, abschüssige Wege schlängeln sich von der Stilfserbrücke bis nach Platzleid. Hier lebten schon in der Bronzezeit Menschen – und die archäologischen Überreste sind auf jeder Etappe sichtbar: Über einen steilen Bergpfad gelangt man etwa zum so genannten „Weiberbödele“, einst ein Brandopferplatz. Es folgt  das „rätoromanische Dorf“ Stilfs, wo kunstvoll verschachtelte Häuser in steilem Gelände noch immer von den Fertigkeiten ihrer Bauherrn zeugen.
Eher gemütlich bergauf führen die Wege zur urigen „Lyfi Alm“, für Anspruchsvolle gibt es auch sportlichere Varianten. Im hinteren Martelltal erleben Wanderer auf der 2.165 Meter hoch gelegenen Hütte beeindruckende Weitblicke in die unberührte Natur des Stilfserjoch-Nationalparks. Da frische Bergluft bekanntlich hungrig macht, genießen Gäste der „Lyfi Alm“ neben dem Naturerlebnis auch echte Vinschgauer Spezialitäten. Die Zutaten stammen vorwiegend aus heimischer Landwirtschaft, die Gerichte sind traditionsverbunden und liebevoll zubereitet.
Die etwa drei Kilometer lange Tour am Ilswaal, der vom Frühjahr bis in den Herbst hinein Wasser führt, ist schon in gut zwei Stunden zu schaffen. Dennoch gibt es entlang des alten Bewässerungswegs jede Menge zu entdecken, auch für kleine Wanderer. Start ist die Sportzone in Schlanders, es folgt ein Aufstieg hinauf zum Waalweg. Auf gerader Strecke geht es anschließend durch Wälder, Apfelgärten und Weinberge weiter bis zum St. Ägidiuskirchlein. Etwas ambitioniertere Wanderer haben die Möglichkeit, die Tour auszuweiten.
Grenzüberschreitend verläuft der 17 Kilometer lange Stundenweg vom Südtiroler Obervinschgau bis ins Münstertal in der Schweiz. Anfangs- und Endpunkt markieren Kloster Marienberg in Burgeis und Kloster St. Johann in Müstair, seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe. Die beiden christlichen Stätten lassen bereits den Charakter der Strecke erahnen: Fernab der Zivilisation erleben Stundenweg-Wanderer vor allem eine Reise zu sich selbst.