Österreich

Die Rucksäcke für eine Hüttenübernachtung in der Otto Mayr-Hütte sind gepackt. Es kann los gehen. Startpunkt ist die Bärenfalle bei Musau. Wir, drei Wanderer, fühlen uns wie Abenteurer und stiefeln auf der Forststraße los und folgen dem Bachweg.
„Da sind Gämsen, schau“, ruft die zehnjährige Sarah ganz aufgeregt. Von der Kabine der Gräner Seilbahn im Tannheimer Tal können wir neun Gämsen in der steilen Felswand zählen. Sarah und Joshi sind jetzt total gespannt auf die Wanderung, obwohl sie zuerst gar nicht so begeistert von Idee waren, mit den Eltern zu wandern. An der Bergstation am Füssener Jöchle schultern wir die kleinen Tagesrücksäcke und folgen dem Wegweiser Richtung Füssener Hütte. Der schmale Pfad führt uns über einen sanften Wiesenrücken.
Bergauf, aber ohne jede Kraftanstrengung. Bequemer geht es wirklich nicht. Mit der Seilbahn schweben wir von Grän im Tannheimer Tal in einer Fichtenschneise in nur fünfzehn Minuten bis zum Füssener Jöchle. Ein Katzensprung ist es dann nur noch zum Raintaljoch. Ein schmaler, von Wurzeln durchzogener Pfad führt bergab bis zu unserem „Basislager“, der Füssener Hütte. Auf der Hochalm, nicht weit von Reutte, ergänzen die Otto-Mayr- und die Willi-Merkl-Hütte das „Drei-Hütten-Tal“.
Luxusmässig geht es in ein paar Minuten mit der Bergbahn von Reutte im Tannheimertal zum Hahnenkamm. Wir werfen unsere Rücksäcke über die Schultern und starten zur Schneetal Alm und sind schon nach ein paar Schritten am Alpenblumengarten. Mehr als 500 verschiedene Alpenblumen soll es hier geben, so sagt das Schild am Eingang. Das kräftige Blau des kurzstieligen Enzians leuchtet uns entgegen. Wir stapfen weiter aufwärts bis zum Übergang zur Lechaschauer Alm, die wir auf dem Hinweg noch rechts liegen lassen.
Das Raintal ist ein Seitental des Tannheimer Tals.
Herbstwanderung von Grän zur Vilser Alm
Der Almkopf ruft zur Genusswanderung für Einsteiger Unsere kleine Gruppe Wanderanfänger startet neugierig in Bichlbach an der Talstation der Almkopfbahn. In wenigen Minuten schweben wir bis zur Heiterwanger Hochalm. Oben angekommen folgen wir dem Lockruf des Gipfels. Der Aufstieg zum Almkopf mit stolzen 1802 Metern ist einfach und genau richtig
Gleich neben der Burgschenke in Grän beginnt der Aufstieg auf einem schmalen Pfad in der Bergwiese. Die Brotzeit im Adlerhorst will verdient sein. Immer wieder laden Bänke zur Pause ein. Dann geht es im Wald aufwärts bis zum Aussichtsplatz mit Blick über den Haldensee, die Krinnenspitze und das Tannheimer Tal. Noch ein paar Schritte sind es bis zum höchsten Punkt der Tour, dann führt ein breiter Forstweg bequem bergab.
Immer mehr Wanderer entdecken das Klettern. Der Übergang vom Wandern zum Klettern ist oft fließend, beidem ist auf alle Fälle der Spaß an der Bewegung in der Natur gemeinsam.
Sonnwendfeuer gehören zu den am weitesten verbreiteten Bräuchen und werden um den 21. Juni, dem längsten Tag und der kürzesten Nacht im Jahr, entzündet. Diese Feuer haben vorchristliche Wurzeln. So zeigten bereits die Kelten die Sommersonnenwende durch Feuer auf den Höhen an. Den Göttern wurde gedankt und die Dämonen wurden vertrieben. Die Schafkälte endet mit der Sommersonnenwende und damit beginnt die Erntesaison.